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Borreliose

Borreliose - Eine multisystemische Infektionskrankheit

Borreliose sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Die Krankheit greift mehrere Organe und Gewebe an, was die Sache nicht ungefährlich macht.

Die bekannteste Borreliose, die bei Menschen am häufigsten diagnostiziert wird, ist die Lyme-Borreliose. Entdeckt wurde diese Krankheit in den USA, in einer Stadt Lyme im Staat Connecticut.

Die Krankheit wird in erster Linie durch Zecken übertragen. Die Bakterien werden beim Saugvorgang auf den Menschen übertragen, allerdings erst nach einigen Stunden. Neben Borreliose werden über 50 andere Krankheiten durch Zecken übertragen und genau das macht die Sache gefährlich. Eine Zeckenschutzimpfung schützt zwar vor der FSME (Frühsommer Meningo-Enzephalitis) aber leider nicht vor Borreliose. Borreliose ist zwar eine heimtückische Krankheit, die mehrere Organe befallen kann, ist aber von Mensch zu Mensch nicht ansteckend. Auch bei Tieren wird häufig eine Borreliose-Infektion festgestellt, diese werden auch durch Zecken infiziert.

Die Diagnostik bei Borreliose gestaltet sich leider etwas schwierig, denn der Unterschied zwischen einer geheilten und einer therapiebedürftigen Borreliose kaum feststellbar. Gerade in der Anfangsphase von Borreliose ist diese nur sehr schwer festzustellen, trotz modernsten Tests. Auch bei dem puren Verdacht auf Borreliose, sollte man sich mit Antibiotika behandeln lassen, auch, wenn in einigen Fällen die Krankheit wie von selbst wieder verschwindet.

Die Krankheit verläuft in mehreren Phasen, beginnend bei der lokalen Infektion. Nach der Inkubationszeit von 5-29 Tagen kommt es zu einer ausschlagähnlichen Erscheinung, Rötung rund um die Einstichstelle. Diese Rötung ist das erste Zeichen einer Borrelieninfektion. Innerhalb von etwa 12 Wochen kann sich der Erreger im gesamten Körper ausbreiten, und es kommt zu Phase 2: Streuung des Erregers. Erste Symptome sind der Grippe ähnlich, und machen eine Diagnostik sehr schwierig. Kopfschmerzen, Fieber, Gliederschmerzen. Kurz danach können verschiedene Organe befallen sein, Gelenkschmerzen, Arthritis und ähnliche Krankheiten machen sich durch diese Infektion rasch bemerkbar. Die Entwicklung der Borreliose kann soweit vorschreiten, dass einzelne Sinne beeinträchtigt werden, die Patienten klagen über Herzrasen, erhöhten Puls und auch über hohen Blutdruck. Ist man an diesem Punkt angekommen ist das körpereigene Immunsystem nicht mehr in der Lage den Erreger aus eigener Kraft zu bekämpfen.

In Phase 3 spricht man dann von einer chronischen Borreliose. Hierzu kommt es dadurch, dass die Krankheit nicht genügend, oder gar nicht behandelt wurde. Diese Phase kann sich über viele Jahre hinweg ziehen und bereitet dem Patienten starke Schmerzen. Außerdem kann das zentrale Nervensystem angegriffen werden, wodurch im Körper noch größere Schäden entstehen.

Deshalb: Nach jedem Spaziergang den Körper auf Zecken untersuchen, und beim Wandern immer geschlossene Kleidung tragen.


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