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Darmkrebs

Darmkrebs – auch hier geht regelmäßige Vorsorge über alles

Darmkrebs ist die zweithäufigste Art der Krebserkrankungen. Deswegen gilt auch hier der Leitspruch: regelmäßige Vorsorge kann dein Leben retten.

Darmkrebs ist eine der am häufigsten vorkommenden Krebsarten. Jährlich zählt man etwa 70 000 Neuerkrankungen, wobei der Anteil der Männer bei den Neuerkrankungen gestiegen ist. Im Gesamtbild ist der Anteil von Männer und Frauen ungefähr gleich.

Bei Darmkrebs handelt es sich um Erkrankungen des Dickdarms, des Mastdarms und des Annus. Häufig entsteht der Darmkrebs aus zunächst gutartigen Schleimhautwucherungen, den sogenannten Polypen oder Andenomen. Das sehr langsame Wachstum begünstigt die Heilungschancen, eine Vorraussetzung hierfür sind allerdings regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen. All zu oft blendet man den Gedanken an die Vorsorgeuntersuchung wieder aus, weil gerade die Untersuchung zur rechtzeitigen Erkennung des Darmkrebs zu den eher unangenehmen gehört. Dabei sollte man die ausgesendeten Warnzeichen des Körpers beachten. Erste Anzeichen können hier Blutauflagerungen auf dem Stuhl oder auch Änderungen der Stuhlgewohnheiten und Stuhlregelmäßigkeiten sein.

Stellt man solche Veränderungen und Unregelmäßigkeiten fest, sollte man unverzüglich einen Arzt aufsuchen, weil dies erste Warnzeichen einer Darmkrebserkrankung sein können. Der Arzt kann bei einer Untersuchung bereits die Hälfte aller Tumore durch eine rektale Untersuchung mit dem Finger ertasten oder mit Hilfe einer Spiegelung des Enddarms (Rektoskopie) lokalisieren. Als weitere Möglichkeit kann er Arzt noch mittels einer Darmspiegelung (Kaloskopie) den gesamten Dickdarm begutachten und, sofern er krebsverdächtige Stellen entdeckt, aus diesen Bereichen eine Gewebeprobe (Biopsie) entnehmen und unter dem Mikroskop genauer untersuchen.

Sollte sich bei der Untersuchung wirklich herausstellen, dass eine Krebserkrankung des Darms vorliegt, wird mit großer Wahrscheinlichkeit der Darmteil, der vom Krebs betroffen ist, sowie ein weiterer Teil als Sicherheit, entfernt. Hierbei wird unterschieden, ob der Darmkrebs mehr oder weniger als acht Zentimeter oberhalb des Schließmuskel ausgebrochen ist. Bei mehr als acht Zentimetern kann der natürliche Darmausgang erhalten bleiben, ansonsten muss ein künstlicher Darmausgang (Anus praeter) angelegt werden. Außerdem erhält der Patient eine Chemo- oder Strahlentherapie.

Je früher die Erkrankung an Darmkrebs erkannt wird, desto höher sind die Heilungschancen für den Patienten. Da die Krankenkassen die Kosten der jährlichen Vorsorgeuntersuchungen ab dem 50. Lebensjahr übernehmen, sollte man – obwohl es unangenehm ist – die Chance zur Früherkennung nutzen.


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