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Frikadellen

Frikadellen, Gebratenes das Regional einen anderen Namen trägt

Frikadellen, Fleischpflanzerl, Buletten und Klopse. Viele verschiedene regionale Namen die immer dasselbe Ziel haben und meinen: die Frikadelle.

Der Name der Frikadelle stammt vom italienischen „frittatela“ was wiederum wörtlich übersetzt „Gebratenes“ bedeutet. Regional trägt die Frikadelle die Namen: Bulette, Fleischpflanzerl, Klopse, Fleischküchle, Gehackte-Klöschen, Hackklöse, Hackplätzchen, Fleischklöse, Fleischkrusterl, Fleischbroterl, Fleischlaibchen, Flaischlaiberl, Fleischlaberl und faschierte Laibchen. Die schwedische Variante ist der Köttbullar.

Die Bezeichnung Bulette ist im nordöstlichen deutschen Sprachraum gebräuchlich. Hier stammt der Name von den Hugenotten, die diesen in Berlin geprägt haben. Von da aus zog die Bulette dann siegessicher ins weitere Umland. In den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern und in Brandenburg wird die Bezeichnung Bulette umgangssprachlich als wenig charmantes Schimpfwort für die Bewohner Berlins verwendet. Weiter im Süden heißt die Frikadelle dann Fleischküchle, wie etwa in Baden Württemberg, und im Freistaat Bayern nennt man sie Fleischpflanzerl. In Norddeutschland werden Frikadellen auch aus einem anderen Ausgangsmaterial als Hackfleisch hergestellt, aus Fisch. Sie nennt man dann treffend Fischfrikadellen oder Fischbuletten.

Meist werden Frikadellen aus Hackfleisch, Semmelbrösel oder eingeweichten Brötchen, Zwiebeln und Gewürze. Es wird mit Ei gebunden, geformt und in der Pfanne oder im Backofen fertig gestellt.

Ein etwas ausgefallenes Frikadellenrezept ist eines für Knoblauchfreaks. Hier werden die Semmelbrösel bzw. die eingeweichten Brötchen durch Haferflocken ersetzt. Dadurch werden die Frikadellen lockerer, knuspriger und auch gesünder. Hier die Zutaten für ca. 3-4 Personen: 600 g gemischtes Hackfleisch, 2 mittelgroße Zwiebel, 4-6 Knoblauchzehen, 2 Eier, ca. 50g zarte Haferflocken, 3 Teelöffel scharfer Senf, 2 Teelöffel Ketchup oder Tomatenmark, Salz, Pfeffer, edelsüßen Paprika, 150 g Emmentaler. Alle Zutaten bei Bedarf schälen und in kleine Würfel schneiden. Den Fleischteig zu Frikadellen formen und in einer Pfanne in Butterschmalz auf jeder Seite ca. fünf Minuten ausbacken.

Meist serviert man Reis oder Bratkartoffel dazu. Kalt schmecken sie auch sehr gut, doch dann sollte man sie nach dem braten auf ein Küchenkrepp legen, damit das Bratfett entfernt ist. Die Frikadellen werden nun im Kühlschrank aufbewahrt und können sogar einfach in der Mikrowelle erhitzt werden. Als Getränk schmeckt hervorragend ein kühles Bier, aber auch Wein. Werden sie kalt gegessen, sind als Beilagen Brot und Senf eigentlich unerlässlich.


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