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Haarausfall

Haarausfall betrifft sowohl Männer als auch Frauen

Eine Haarausfall-Erkrankung liegt vor, wenn man pro Tag mehr als 100 Haare an einer Kopfstelle verliert und kahle Stellen oder schütteres Haar entstehen.

Bei Haarausfall wird grundsätzlich zwischen zwei Arten unterschieden. Dies sind der gesteigerte Haarausfall, der sich beispielsweise in schütterem Haupthaar zeigt – wird Effluvium genannt – und die so genannte Alopezie, wobei es sich um eine sichtbare Lichtung des Kopfhaares im Sinne von einer teilweisen bzw. vollständigen Glatze handelt. Grundsätzlich gilt, dass einem Menschen pro Tag zwischen 20 und 100 Haare ausfallen, was auch vollkommen und völlig unproblemtaisch ist. Wenn man allerdings 100 Haare in einem bestimmten Kopfbereich verliert, ist dies besorgniserregend.

Es werden drei Arten des Haarausfalls unterschieden: Androgenetischer Haarausfall, Alopecia areata und diffuser Haarausfall. Der androgenetische Haarausfall ist erblich bedingt und auf das Hormon DHT (Dihydrotestosteron) zurückzuführen. In diesem Fall verkürzt sich die Wachstumsphase der Haare, weil in der Kopfhaut zu viel des Hormons DHT vorhanden ist. Bei der Alopecia areata handelt es sich um den so genannten kreisrunden Haarausfall. Bei dieser Art erfolgt der Haarausfall somit an einer begrenzten, meist runden Stelle. Diese Art ist auch die am häufigsten vorkommende Haarausfallerkrankung, allein in Deutschland sind davon rund 1,5 Millionen Menschen betroffen.

Kennzeichnend dafür ist, dass die Erkrankung in jedem Lebensalter auftreten kann. Ein typisches Zeichen ist das Vorhandensein von einer oder meheren kahlen Stellen am Kopf. Beim diffusen Haarausfall fallen die Haare vom gesamten Kopf ab. Diese Haarausfallerkrankung tritt meist bei Frauen auf und ist in der Regel auf Hormonschwankungen zurückzuführen. Für Haarausfall gibt es mehrere mögliche Ursachen. So tritt dieser beispielsweise im Zuge von Hungerkuren, bei Stoffwechselerkrankungen, wie z.B. Diabetes Mellitus, oder bei Magersucht auf. Der Haarausfall kann auch durch einer deutlichen Mangel an den Vitamien K, H, A und B oder an den Spurenelementen Zink und Selen ausgelöst werden.

Für die Behandlung eines Haarausfalls stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. So können Hormonpräparate eingenommen werden. Diese sollten den Haarausfall stoppen oder das Haarwachstum stimulien. Eine weitere Behandlungsmöglichkeit sind Cremes, die in die Kaufhaut einmassiert werden. Bei der Alopecia areata werden häufig cortisonhaltige Medikamente verschrieben. Wenn die genannten Behandlungsmöglichkeiten nicht anschlagen, können auch Haare transplantiert werden. Wer seine Voll- oder Halbglatze kaschieren möchte, kann auch ein Haarteil benutzen. In diesem Fall sind Personen mit noch relativ vielen Haaren die so genannten MicroHairs zu empfehlen. Bei Patienten mit einer Glatze oder sehr großen kahlen Stellen kann ein Haarteil verwendet werden.


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