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Pistazien

Wer einmal anfängt, Pistazien zu essen, hört nicht mehr auf

Pistazien, die proteinreichen Früchte eines Sumachgewächses, kommen ursprünglich aus Asien, erfreuen sich mittlerweile auch in Europa großer Beliebtheit.

Die Nussfrucht Pistazie findet man mittlerweile in allen möglichen Speisen auf der ganzen Welt. Nicht nur in Deftigem wie der Mortadellawurst sondern auch in Süßwaren wie den berühmten Mozartkugeln oder anderen Pralinen darf sie nicht fehlen. Ihren Ursprung hat die Pistazie jedoch in Vorder- und Zentralasien. Dort machten sich Menschen die köstliche Frucht schon seit der Antike zueigen. Die bis zu 12 Meter hohen Pistazienbäume wurde dafür extra angebaut und gepflegt. Das lohnt sich, wenn man bedenkt, dass diese bis zu 300 Jahre alt werden können.

Eine ganz besondere Spezialität kommt aus dem Iran: Die Persepolis-Pistazie. Diese zeichnet sich durch die streng kontrollierte Zubereitung nach einem Jahrhunderte altem persischen Rezept aus. Die verwendeten Pistazien sind nicht nur ungewöhnlich groß, sondern werden auch in einem Kessel mit Wüstensalz geröstet. Natürlich wird das Produkt noch entsprechend gewürzt und kommt in drei Geschmacksrichtungen daher. Zum einen handelt es sich dabei um eine mild nussige Zubereitung, Roundies genannt. Zum anderen gibt es aber auch die sogenannten Longfinger, die sich durch einen würzig herzhaften Geschmack auszeichnen. Nicht zuletzt werden Lime-Roundies angeboten, in denen noch ein Hauch Limone steckt.

Auch in der iranischen Kultur spielen Pistazien eine Rolle. Ein traditionelles Zeichen der Gastfreundschaft ist es beispielsweise, eine Schale der begehrten Leckerbissen zu reichen. In der Antike hingegen war der Genuss der Früchte ausschließlich dem Königshaus vorbehalten. Wirtschaftlich ist das Geschäft natürlich auch nicht zu verachten. Immerhin zwei Millionen Menschen leben im Iran vom Pistazienanbau. Dieser bringt knapp die Hälfte der weltweiten Pistazienernte. Erst seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts exportiert man jedoch im großen Stil.

Pistazien schreibt man auch besonders gesundheitsfördernde Eigenschaften zu. Sie enthalten nicht nur reichlich Vitamin E sondern weisen auch eine hohen Nährwert auf, ohne dick zu machen. Den vielen ungesättigten Fettsäuren schreibt man zudem zu, den Cholesterinspiegel zu senken. Einzig bestimmte Schimmelpilze bereiten Nussliebhabern Sorge. Pistazien minderwertiger Qualität können so das geschmacklose Gift Aflatoxin enthalten. Die Europäische Union hat jedoch die strengsten Kontrollen hinsichtlich des Imports von Pistazien aus aller Welt.


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